schreibt ma plz ins GB
schreibt ma plz ins GB



schreibt ma plz ins GB

  Startseite
  Über...
  Archiv
  picz
  ~Billy Talent~
  static-x
  the used
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   susi
   eike
   bibi
   clö
   kimba u. cassy
   videos





http://myblog.de/lunow

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ihren Bandnamen entnahmen sie einem Roman von Irvine Welsh (Trainspotting, Porno), ihre Wurzeln aber liegen in New Jersey. Bereits mit ihrem Indie-Debüt I Brought You My Bullets You Brought Me Your Love (2002) überzeugten My Chemical Romance die Local Crowd mit einer Mischung aus Neopunk, Post-Nu Metal und Garage, und so wurden Bands wie Misfits, At The Gates und sogar Anthrax und Morrissey zum Vergleich herangezogen. Nun gut, manche der Vergleiche wirken etwas verlegen; Tatsache ist, dass My Chemical Romance soundmäßig mit voller Power nach vorn losgehen, ein vernünftiges Tempo drauf haben und Melodie sowie Screamo gleichermaßen mitbringen.
Prescht der Opener Helena The Used-mäßig ungezügelt voran, gibt es schon beim Intro zu Give 'Em Hell, Kid mit dem rauh-kantigen Bassriff Grund zum Aufhorchen. Track vier, You Know What They Do To Guys Like Us, zeigt dann spätestens, dass da mehr drin steckt als nur Geknüppel, denn hier wird's tatsächlich ein bißchen garagig. Und je weiter das Album voranschreitet, desto sicherer bewegen sich My Chemical Romance zwischen den Rockstühlen, so dass man bei näherem Hinhören immer mehr Feinheiten entdeckt, die aus dem gewohnten Einheitsbrei mit den ewig gleichen Songaufbauten, welche sich in der harten Szene ja doch so ein bißchen festgefressen hatten, herausbrechen. Sieht so aus, als würden My Chemical Romance zu jenen Bands gehören, die in Zeiten des abgehalfterten Nu-Metals, der schon wieder uncool werdenden "The"-Bands und dem neu erwachten Detroit-Rock einen guten Teil zur Rock-Evolution beitragen. Auf jeden Fall aber besitzen sie jede Menge Potenzial, um der ganzen Sache einen neuen Dreh zu verleihen.
Dabei ist der Weg von My Chemical Romance ganz klassisch. Als Live-Band mit explosivem Ruf tourten sie fast das ganze Jahr 2003 durch die Staaten, machten ein paar eindruckschindende Abstecher nach Deutschland, England, Spanien und in die Niederlande und wurden überall frenetisch empfangen. Ziemlich überraschend für eine kleine Band aus dem verschlafenen und heruntergekommenen Industriestädtchen Newark in der Nähe von New York.
Dort wuchsen die Fünf von My Chemical Romance auf und waren bereits seit etlichen Jahren entfernt miteinander bekannt. Ende der Neunziger gab es eine Unmenge von Bands in der Gegend, die (wie so oft) eigentlich immer aus denselben Leuten bestanden, und als sie dann die Highschool abgeschlossen hatten, verstreute es sie zunächst in alle Winde. Irgendwann führte sie das Schicksal und die Frage nach den Zielen des Lebens dann aber doch wieder zusammen: "Ich hab damals als Animateur in New York gearbeitet und bei meiner Mutter gelebt," erzählt Sänger Gerard. "Und ich hab angefangen mich zu fragen, in welche Richtung mein Leben eigentlich gehen soll. Dann hab ich Matt angerufen, der sich genau die selben Fragen stellte. Also haben wir uns getroffen und Musik draus gemacht."
Nach ein paar Sessions wurde dann klar, dass da durchaus etwas rauszuholen war. "Also habe ich Ray aufgetrieben, der der beste Gitarrist ist, den ich kenne." Die drei verbrachten die folgenden Monate damit, "zu gucken, was dabei rauskommt" – das wiederum war ein Demo, dass sie im Winter 2001 in einem Hinterzimmer aufnahmen. "Danach kam dann etwas Druck in die Sache," so Gerard. "Mein Bruder Mikey meldete an, dass er gern mitmachen wollte. Er hatte zwar keine Ahnung vom Bass, aber er wusste, was wir brauchten. Also hat er sich sozusagen über Nacht Bass beigebracht. Wir waren alle sehr beeindruckt."
Nachdem das New Yorker Indielabel Eyeball dann ein Auge auf sie geworfen hatte (haha!), nahmen sie im Mai 2002 innerhalb von zwei Wochen I Brought You My Bullets You Brought Me Your Love auf und rekrutierten Frank als zweiten Gitarristen für einen satteren Sound. Im Juli 2003 erschien das Album, und was aus der Band keiner vermutet hatte, trat ein. Zunächst ausgiebige Gig-Engagements in New York und Umgebung, ein sich in Windeseile ausbreitender Ruf und eine schnell anwachsende Fanbase. Der nächste Schritt hieß dann: Landesweites touren und 14 Monate leben im Tour-Van.
Live sind die Jungs ein Dynamitfass ohnegleichen. Sie packen ihr Publikum bei der Kehle und schreien sich die Seele aus dem Leib. Sie sind laut, energetisch und sie wollen, dass man ihnen zuhört. Gerards Texte sind dabei düster und emotional, die Musik treibt seine Dunkelheit voran wie ein Sarg auf einem Highway. Aber man sollte sich selbst einen Eindruck verschaffen und dem Album ruhig in voller Länge eine Chance geben. Das ist wirklich nicht übel, was My Chemical Romance da aufs Parkett legen. Für Adrenalin sorgt es allemal.






Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung